Montag, 12. Juni 2017

Prinzessin Katharina

Ihr kühnen Knappen und furchtlosen Fräulein,


Meine Not ist groß! Der finstere König Knackbart hält mich in seiner Zauberburg gefangen! Für euer Auge ist sie unsichtbar doch am 28. Juni wird sie für einige Stunden sichtbar sein!

Tut euch zusammen und macht euch ab 15 Uhr auf den gefährlichen Weg! Folgt den Zeichen, findet die Burg, besiegt den finsteren Fiesling und befreit mich aus den glibberigen Fingern des garstigen Tyrannen!

Und wenn wir nicht gestorben sind, dann feiern wir noch…. Bis 18:30 Uhr weiter!

Meldet euch, ob ihr euch auf die Suche begebt!

Voller Vorfreude

Prinzessin Katharina (und Knappe K3) 

Mit dieser Einladung lockte unser Jüngster seine Freunde und Freundinnen (7 Kinder alle 1. Klasse und K2(9) war auch dabei) am Sonntag zu uns. Sein Geburtstag sollte nachgefeiert werden. Eine Schatzsuche sollte es sein. Aber nix mit Zetteln! Und er wollte den Schatz finden. Das klingt jetzt etwas egoistisch aber er ist mein Sohn, er findet nie was als Erstes, ist nie der Erste am Ziel. Also setzten Miri und ich uns hin, schmiedeten Pläne, sammelten Ideen und spazierten durch den Spatzenberg in Löhne. Wer hier wohnt, kann unser Abenteuer ja in Gedanken mitgehen. Allen anderen gebe ich ja vielleicht ein paar Anregungen für den nächsten Geburtstag.




Um 15 Uhr waren alle Kinder da und ich, vielmehr der Bote Postulus Bartknack betrat die Bühne und verlaß die Nachrichten vom grausigen Tyrannen. Naja, ich sah nicht ganz so aus. Die Accessoirs des tapferen Schneiderleins waren durch eine "Posttasche" ersetzt.



0 Seid gegrüßt ihr mutigen Abenteurer! Noch könntet ihr euch abwenden von den gar fürchterlichen Prüfungen, die euch König Knackbart auferlegen wird, wenn ihr versuchen wollt, Prinzessin Katharina zu retten. Die finstersten Untertanen werden sich euch in den Weg stellen, durch Schluchten und über Berge, an Wasserläufen und unter Baumwipfeln werdet ihr ziehen müssen, und am Ende wird alles vergebens sein.

Nunja, ich verlese euch nun die Botschaften, die König Knackbart euch zukommen lässt.


Den nächsten Teil verlas ich dann schon ein bisschen lauter, damit die Kinder merkten, wie ernst die Gefahren sein würden, auf die sie sich da einlassen würden. 

0.1 Hahahaha! Nun gut, wenn ihr auch mutig genug
ward, euch hier zu versammeln, meine Burg findet ihr nie!

Weil ich euch nämlich nicht verrate, dass ihr einen Hinweis im Krähental, nein auf der Finken- Erhebung, quatsch, dem Taubenhügel, nee, hier, dem Dingens- Berg- ach, ihr wisst schon wie das heißt!

Ha! Aber das verrate ich euch ja nicht, da wäre ich ja schön dumm! Sonst würdet ihr euch ja in diese neumodischen Motorkutschen setzen und euch auf den Weg machen! Und vielleicht sogar ein Bild mit vielen Straßen finden!

Nein, das wäre wirklich dumm!


Dass wir irgendetwas im Spatzenberg machen wollten, hatte sich schon rumgesprochen, so war dieses erste Rätsel schnell gelöst. Wer diesen schönen Wald kennt ahnt schon, dass wir uns an der Karte von Löhne gegenüber des AWO- Wohnheimes wieder versammelten. 
An dieser Stelle sei angemerkt, dass morgens noch der Spatzenberglauf war, sämtliche Wege also voll mit zwielichtigen Markierungen und irreführenden Pfeilen.


1 Oha, ihr seid schlauer, als ich dachte…. Oder noch dümmer! Wisst ihr denn nicht in welche Gefahr ihr euch begebt??? Nun gut, schaut euch ruhig die Karte an! Viele Gefahren lauern in meinem Reich auf euch! Aber… könnt ihr die Karte überhaupt lesen? Findet ihr den Ort, an dem ihr euch befindet?

Seid ihr auf E5 müsst ihr an der nächsten Gabelung nach rechts. Findet ihr euren Standort aber auf B12 so müsst ihr einfach gerade aus, bis ihr an die nächste Gabelung kommt.


Ich hatte nicht geahnt, dass K2 gerade das Kartenlesen in der Schule hatte, es ging also fix weiter gerade aus. 

An der Bank bevor es links zum Bach und gerade aus zu den einzelnen Häusern geht, warteten die tatenhungrigen Kinder auf uns und die nächste Botschaft des Königs

2 Ihr seid ja immer noch nicht verloren gegangen!? Aber jetzt wisst ihr nicht weiter was? Dafür müsstet ihr durch den Feenkreis. Und das schafft man nur als echtes Team. Ohne sich loszulassen. Naja, ihr könnt es ja mal probieren…

K2 und 3 hatten dieses Spiel, welches auch gern auf erlebnispädagogischen Events gespielt wird schon einmal mit uns getestet, so konnten sie es den anderen Kindern erklären und wertvolle Tipps geben. Die Aufgabe ist klar, oder? Alle Kinder stehen im Kreis und halten sich bei der Hand. Ein Hulareifen wird nun von Kind zu Kind weiter gegeben, ohne dass sie sich loslassen dürfen. Man muss den Ring also immer wieder irgendwie durch beide Beine und über den Kopf bekommen bevor man ihn an das nächste Kind weiter geben kann. 

Auf Kinderfotos verzichte ich aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Kinder an dieser Stelle aber ihr könnt es euch sicher vorstellen. Die Kinder waren erst nach der 3. Runde zu bremsen und ich sah unseren Zeitplan schwinden.



Jetzt habt ihr mich überrascht. Mein Bote übergibt euch als Zeichen meiner Anerkennung Gürtel. Wer weiß, wozu sie noch nütze sind. Und einen Stab, dessen Aussehen ihr euch gut merken solltet.

Und nun fahrt wieder nach Hause. Das waren doch sicher genug Abenteuer für heute. Jedenfalls solltet ihr auf gar keinen Fall links dem Weg folgen, bis ihr an ein Wasser kommt!




Die "Gürtel" waren mal eine alte, zerissene Tischdecke, der Stab ein KUBB- Wurfholz. Die Kinder hatten natürlich die Botschaft verstanden und rannten links den Weg runter.




Hier gibt es ein lauschiges Plätzchen, wo wir erstmal ein paar Muffins und Süßkram verteilten. So umschifften wir galant die heimische Kaffeetafel, an der sowieso immer niemand was isst.

3 Was? So nahe sollt ihr mir doch gar nicht kommen! Naja, ihr seid sowieso verloren. Hier herrschen die Wassernymphen. Setzt euch ruhig, stärkt euch. Lasst euch nicht hetzen. Die Nymphen werden gleich aus den Untiefen dieses reissenden Flusses steigen, euch packen und für immer.. was? Lacht ihr? Warum grinst ihr? Warum habt ihr keine Angst? Fragt doch Tine! Na los! Sucht Tine und fragt sie! Oder findet etwas bei ihr, was euch bekannt vorkommen könnte!

Diese Stelle scheint sehr beliebt bei Verliebten zu sein. Unter anderem hatte sich hier auch eine TINE oder Tina verewigt. Zu ihren Füßen hatte ich ein weiteres KUBB- Holz versteckt.


Naja, jetzt wo ihr gestärt und immer noch da seid könnt ihr ja zurück zum Feenkreis gehen und den schmalen Pfad in den dunklen Wald suchen. Dort werdet ihr niemals bis ganz nach oben kommen.


Überraschender, nein erfreulicherweise gab es an dieser Stelle keine Proteste sondern das erste Kind kam zu mir und sagte: "Das ist eine spannende Suche!" 
Den kleinen Weg neben der Bank hatten wir durch Zufall entdeckt, er wirkt weit ab von der Zivilisation und geht in Wirklichkeit nur ein paar Meter neben dem Hauptweg entlang.



4 Liebe verstorbene Kinder, jetzt, da ihr für immer durch den Spatzenberg geistert werdet ihr- Was? Ihr seid ja gar nicht tot! Orrr! Jetzt wird’s mir aber zu bunt!

Na gut, wenn ihr schon mal da seid, könnt ihr meinen Verbündeten den Waldrittern helfen. Könnt ihr ihr Haus finden? Es regnet ganz schön rein, macht es ihnen doch dicht, vielleicht geben sie euch einen Tipp, wie ihr wieder nach Hause kommt.


Die Burg der Waldritter war ein kleiner, begonnener Versuch eines Waldzeltes. Die Kinder wollten es noch größer bauen aber dichter bekamen wir es dann mit Hilfe unserer Gürtel.





Was? Was machen die Ritter da? Die sollen euch nach Hause schicken und nicht verraten, dass ihr auch hier wieder ein Holz finden könnt! NEIN! Sie sollen euch auf keinen Fall sagen, dass ihr den schmalen Weg nehmen sollt! Der führt euch doch noch näher an mein Schloss!

Und nehmt gefälligst eure Gürtel wieder mit! Das ist ein Naturschutzgebiet!


Das Holz war Geocachingmäßig an einem Baumstumpf hinter einem Hasengrill versteckt und wurde schnell gefunden Wir kamen an die Stelle, wo im Sommer die MTB-ler durchballern und sich im Winter, wenn es denn Schnee gibt die Schlittenfahrer die Knochen brechen. 


5 So, ihr seid ja schon weit gekommen. Aber jetzt machen sich eure Eltern sicher sorgen und deshalb husch- husch!Ab nach Hause!

Was? Ihr wollt nicht? Nun gut..

Vier Bäume, drei Wege. Die kann man nur zu zweit gehen. Mit verbundenen Beinen! Schafft ihr eine Runde durch die Reihen der Baumwesen?

Findet ihr wieder ein Holz? Wenn ja, folgt dem steinigen Weg nach links, bis ihr zum Steinkreis kommt!


Diesen Dreibeinlauf, wieder mit Hilfe der Gürtel,  bekamen die Kinder überraschend gut hin! Sie hatten auch an dieser Station mehr Spaß, als es unser Zeitplan vorsah. Auch das Holz, dass zwischen den Wurzeln eines der Bäume am Hang steckte, wurde gefunden.



6 Na? Habt ihr die Steintrollkinder entdeckt? Schafft ihr es gemeinsam ein Steintrollei über die Steintrolle zu tragen? Ihr dürft euch helfen, aber niemand der gerade das Ei hat, darf den Boden berühren. Vielleicht ist ja eine Kinderkette hilfreich?

Das Steintrollei war eine Wasserbombe, die Kinder standen wackelig auf den einzelnen Steinen. Na gut, hier und da mussten wir die Kinder ein bisschen auf den Rücken nehmen oder gut festhalten, damit sie sich gaaanz lang machen konnten. Wer das Ei abgegeben hatte, stellte sich wieder hinten an. Ein Kind kam in einer sehr großen Lücke auf die Idee, einfach einen herumliegenden Stein als zusätzliches Trollkind zu benutzen. Am Ende war das Ei jedenfalls einmal die Steinreihe entlang gewandert. Es fing ein wenig an zu tröpfeln aber das machte den Kindern nichts, sie wollten wissen, wo denn nun endlich das Schloss zu entdecken wäre.

Das habt ihr auch geschafft? Dann sucht auf gar keinen Fall die Eltern der Trolle, ihr könntet dort schon wieder einen Stab finden und außerdem wärt ihr schon auf dem richtigen Weg zu einem kleinen Weg, der nach oben führt! Geht den auf gar keinen Fall weiter!

Zwei Steine liegen im Gestrüpp etwas abseits. Hier fand ein mutiges Kind nach beherztem Griff den fünften Stab. Wenige Schritte weiter ging es links hoch zum Kreuz, der vorerst letzten Station.



7 NEIN! NEIN! NEIN! Ihr seid gar nicht so nah an meinem Schloß! Ich mache einfach die Augen zu und dann seid ihr nicht mehr da! LA LA LA! Ich kann euch auch gar nicht hööööhren!

Na gut, aber ihr kennt ja nicht das Zauberwort, das meine Burg sichtbar macht. Und mein Rätsel ist viel zu schwer für euch. So werdet ihr es niemals 3x rufen können!



Wer mit Hilfe dieser Tafel und dem folgenden Code auf das Zauberwort "KATHARINA" kommt, ist ganz schön clever. 

Von der 3 die 6 

von der 2 den letzten 

von der 5 die 5 

von der 4 die 27 

von der 1 die 2 

von der 2 die 2 

von der 3 die 1 

von der 1 die 12 

vorn den Elften, den Ersten zuletzt 

Das Wort hast du jetzt!


Die Kinder brauchten erwartungsgemäß ein wenig Hilfe aber dann riefen sie es in den Spatzenberg hinein und konnten ihren ersten Teilsieg feiern, den letzten Stab, versteckt in einem hohlen Baum konnten sie nach etwas Suchen auch einpacken.


Gut, ich gebe mich geschlagen. Ihr dürft gegen mich in den Kampf ziehen. Findet das sechste Holz, und begebt euch zu den Motorkutschen! Die Fahrer kennen den Weg! Ich werde euch erwarten. Aber zuerst müsst ihr meine Soldaten aus dem Weg räumen. Vorher dürft ihr mir kein Haar krümmen!


Wieder in unserem Garten angekommen, wartete der König schon mit seinen Soldaten auf unsere tapferen Gefährten.



Kenner des Spieles werden bemerken, dass auf jeder Seite ein Kubb fehlt und auch das Feld ist mit 2x 6m nicht nur an die Kleinen sondern auch an ein schnelles Spiel angepasst. Ausserdem spielten wir mit der Regel, dass ein Kubb der nach dem Überlaufen nochmal rausgeschossen wird, ganz aus dem Spiel kommt. Normalerweise spielen wir so, dass der Überläufer wieder überläuft, wenn er dabei einen weiteren KUBB umwirft, müssen beide sich berührend wieder aufgebaut werden. Das macht das Spiel eigentlich taktischer aber hier war ja ein schneller Erfolg gewünscht.

Miri hatte einiges an Obst und Gemüse zum Knabbern aufgefahren so fiel es mir erstmal etwas schwer, den Kindern das Spiel zu erklären und sie bei Laune zu halten. Aber irgendwann fiel der König!


Nanu? was war denn unter ihm versteckt?


Einer der Rotolog- Riesenpetlinge! und was fanden die Kinder darin? Richtig! Endlich eine Schatzkarte!


Ein Blick in unseren Garten  und der Hinweis, dass ich bei dem Foto auf dem Tausend- Höhlen- Gebirge stehe, offenbart, dass ich ein fürchterlicher Zeichner bin aber den Kindern hat es gereicht, sich zu orientieren. 


Im Gänsemarsch ging es dem Geburtstagskind hinterher, die Kinder waren so gut drauf dass sie den Spaß mitmachten, einmal ums Haus zu gehen, im Haus wie der Wind in tausend Höhlen zu heulen und im Garten im wilden Zickzack die Rutsche runter um die Wäschespinne herum neben dem Sandkasten die riesige Schatzkiste zu entdecken.


Unter großem Hallo entdeckten die Kinder im Inneren eine weitere "Kiste"


Umringt von allen wurde Prinzessin Katharina (Und ein Berg Lollis) unter großem Gejohle befreit!


Sie gab ein rauschendes Fest mit Fingerfood, also besagtem Obst und Gemüse, Mini- Pizzen, Chicken- Dingens, Würstchen (So umgingen wir auch das Spagetti mit Tomatensoße- Inferno) und einer Großpackung Wasserbomben.


Die Schatzsuche ging mit allem drum und dran bis 18 Uhr, so blieb den Kindern noch eine halbe Stunde Zeit zum Toben und Bauchweh bekommen, bis um halb sieben Feierabend war. Schliesslich mussten ja alle am Montag wieder raus. Und weil die eigenen Kinder fix beim Aufräumen halfen blieb noch Zeit für einen fast normalen Sonntag Abend.

Ich denke alle, inklusive den Erwachsenen hatten großen Spaß an diesem Spiel. Schön, dass das einige Kinder während und nach dem Abenteuer auch dankbar sagten. Ich hoffe, K2 will nächstes Jahr nicht auch sowas, denn 10jährige Jungs wollen bestimmt keine Wassernymphen mehr jagen.

PS. Die Begriffe "Hasengrill" und PETling sind vielleicht vorrangig Geocachern geläufig. Vielleicht erkläre ich sie irgendwann mal hier, genau wie die KUBB- Regeln. Aber wenn die Neugier groß ist, hilft bestimmt auch Tante google weiter.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Liebster Award



Ich wurde nominiert. Es hätte schlimmer kommen können. Wie damals, als ich beinahe vor der Wahl stand, mir einen Eimer Eiswasser über den Kopf zu kippen oder als Spielverderber dazustehen, da ich genug Gutes in meinem Leben getan habe und das ganz bestimmt nicht durch so einen bekloppten Eimer legitimieren muss. Naja, ist ja nochmal gut gegangen.

Jetzt soll ich hier investigative Fragen beantworten. Die werden mir netterweise sogar vorgegeben. Bei diesem anderen "Hype" der grad auf Twitter sein Unwesen treibt, müsste ich mir auch noch Fragen ausdenken, die der werte Leser, die werte Leserin nie gestellt hätte. Ausserdem wissen die auf Twitter sowieso schon viel zu viel von mir.


Nun gut, die liebe coffeefee bat mich und andere also, ihr auf folgende Fragen zu antworten.




1. Die Berge oder das Meer?

Damals, vor unendlich langer Zeit, lange vor Sherlock habe ich mir Gedankenpaläste gebaut. Naja, eher Herzpaläste. Da war ich so romantisch, das jede meiner Verflossenen (nein, es waren nur einige wenige) ein Zimmer darin bekamen. Ich richtete es so ein wie ich meinte, dass es ihr gefallen könnte. Dieser Palast, der von aussen viel kleiner war (verdammt, die Tardis hab ich auch erfunden!) stand an einer ganz bestimmten Stelle in der Sächsischen Schweiz zwischen Pirna und Liebstadt. Eigentlich sah man von da aus mit viel Phantasie (ja, das schreibt man so!) Dresden. Aus meinem Palastfenster sah man aber die Ostsee bei Zinnowitz.

Kurz: Eher Berge, aber inzwischen bin ich dem Meer auch nicht mehr ganz abgeneigt.



2. Wenn du für ein Jahr in einer Metropole leben solltest, welche wäre es und warum?

Eindeutig Berlin. Da kenn ich mich aus, da komm ich her. Aber irgendwo am Stadtrand. Ins Zentrum würde ich nur fahren, wenn es unbedingt notwendig wäre. Großstädte sind mir zu laut, zu schnell, zu voll. Habe ich erst erkannt, als ich endlich in eine Kleinstadt gezogen bin.



3. An welches tolle Urlaubserlebnis aus deiner Kindheit erinnerst du dich?

Da ist das Ferienhaus nahe Potsdam am See. Und wir durften bei Abwesenheit das Ruderboot der Besitzer benutzen. Mit dem bin ich immer raus auf den See, der eigentlich fast nur ein Teich war. Aber ich war der Bezwinger der 7 Weltpfützen!

Und Wochenendausflüge zum Kloster Chorin sind mir irgendwie als schön und abenteuerlich zugleich in Erinnerung. Früher hatte man ja kein Auto. Wissense, wir hatten ja nüscht.



4. Mit welchem Musiker/ Schauspieler/ Autor möchtest du mal einen Abend bei einem Gläschen Wein verbringen?

Au weia, wenn ich einer berühmten Person gegenüber stünde hätte ich viel zu viel Angst davor, die falschen Fragen zu stellen, am nächsten Morgen verkatert aufzuwachen, voll mit 1000 Fragen, die ich nicht gestellt habe.

Aber wenn ich das mal weglasse..... Rio Reiser, Detlef Buck, Umberto Eco. Obwohl, vor denen würde ich vermutlich ehrfürchtig winselnd im Staub krauchen anstatt mit ihnen anzustoßen.



5. Dein Traumauto wäre ein... Warum?

Ja, da ist er wieder, der Zonendödel! Wenn es ihn nochmal gäbe, vielleicht moderner in der Sicherheit und im Motor, aber die Einfachheit des Trabbis habe ich nie wieder gefunden. Obwohl der Daihatsu Cuore kam schon sehr nah ran.



6. Hast du dein Lieblingskuscheltier aus Kinderzeiten noch? Was ist es und wie heißt es?

Also das- also das hier- Nun, also das ist ja schon eine sehr persönliche Frage! Es war rot-weißes Irgenwas, irgenwas zwischen Bär, Katze und... Vieh. Es hieß Kuschel, hatte mehrere Risse am Hals und hat irgendeinen Umzug und die Feuchte irgendeines Kellers nicht vertragen und ist nun im Kuscheltierhimmel. Und ja, ich gönne jedem meiner Kinder ihr Kuschel. Auch der Großen.



7.Würdest du eine Butterfahrt organisieren, wohin ginge sie und was würdest du verkaufen?

In die sächsische Schweiz. Irgendwie muss ich doch mal wieder da hin kommen. Verkaufen würde ich Träume in Tüten.Viele Orte dort haben für mich ganz persönlich so viel Magie, dass das Zeug sogar funktionieren würde, wenn ich es an der richtigen Stelle abfülle.



8. Könntest du einen Tag in die Protagonistin (auch hier die männliche Form und so…) eines Buches schlüpfen und alles miterleben – wer aus welchem Buch wäre das?

Oh je.... dafür habe ich vielleicht zu wenig gute Bücher gelesen. Vielleicht die Hauptperson aus dem foucaultschen Pendel? Oder einer von den beiden, die mit dem magischen Baumhaus auf Reisen gehen? Unser Jüngster hält mich für Kommissar Kugelblitz und da gibt es noch "Frank" aus einem gleichnamigen Buch aus Kindertagen. Aber vermutlich bin ich der verrückte Hutmacher oder eines der ersten "virtuellen" Opfer aus Erebos.



9. Dieser Geruch löst ein entspannt-seliges Lächeln in dir aus….

Auf keinen Fall der Geruch einer Tüte. Erinnert mich nur an ein einmaliges, einschlagendes Erlebnis.

Nein eher ist es der Geruch von frisch geräuchertem. Erinnert mich daran, wie ich früher meinen Vater am Wochenende in die Fleischerei begleitete mit ihm zusammen die Räucherkammern anzündete und hinterher eine Scheibe Wurst aus dem Kühlhaus mopsen durfte.



10. coffeefee-typisch: Dein Liebingsgebäck (Kuchen, Torte, Keks…) ist

Eigentlich mag ich Süßes nicht so. Aber wenn... Diese ekelig geilen Mandel- oder Daimtorten von IKEA oder sonstwo her. Und als Kind fand ich "Kalten Hund" geil. Mag aber heute keiner mehr, deshalb krieg ich das nicht.



Eigentlich müsste ich nun neue kluge Fragen stellen. Aber ich bin in der Bloggerwelt nicht wirklich unterwegs, daher wüsste ich niemanden, den ich nominieren könnte.




Hat Spaß gemacht.


Donnerstag, 9. Februar 2017

"Dein Song"- Orakel 2017

In wenigen Tagen startet die neue Staffel von "Dein Song", sowas wie DSDS mit Niveau.
Kinder und Jugendliche stellen ihre eigenen Kompositionen vor, eine ´Jury wählt aus, was davon ein Hit werden könnte, stellt den Kindern professionelle Paten an die Seite, die das ganze rund (manchmal zu rund) machen und am Ende gibts ne große Show mit anrufen. Also Spaß für die ganze Familie. Und gerade wer ein bisschen an der heutigen Jugend zweifelt sollte sich hier ein bisschen Hoffnung holen.

Da ich auch im letzten Jahr familienintern schon mächtig schief lag (ausser bei Ben) hier diesmal ganz öffentlich mein Eindruck von den Kandidaten. Was für Musik werden sie präsentieren? Und meine Meinung, wie weit sie kommen.

Wichtig: Ich habe nix von den Liedern gehört, mir nur den Steckbrief auf der Seite von Kika angesehen. Und ja natürlich ist das voll von Vorurteilen! Ist ja auch VOR der Show!

Und falls das einer von den Künstlern lesen sollte:
ICH HAB DOCH ÜBERHAUPT KEINE AHNUNG! I
hr wurdet ausgewählt, vor der Jury zu bestehen. Also habt ihr was auf dem Kasten.

Mathis - Ein interessanter Musikgeschmack für so einen kleinen Mann. Das macht Hoffnung, auf ein zweites Ben- Wunder. Ordentlich verknallt war er scheinbar auch schon mal.
Liedermachernummer mit Gitarre
Fährt mit nach Ibizza Finale? Reicht diesmal noch nicht.

Josefine - Einer der Paten unter den Lieblingsmusikern! Erinnert mich an Leontina. Das Thema des Liedes könnte was werden. Aber vielleicht ne Nummer zu groß.
Spielt zum Keyboard, einfache, eingängige Melodie
Fährt mit viel ehrlichem Lob wieder nach Hause

Vanessa - Da kommt Freude auf! Und Stimmung! Das wird was Danciges. Da freu ich mich drauf
Auf jeden Fall Finale

Timtim und Solomon Mein erster Gedanke war, die fahren wieder nach Hause, weil sie schon zu gut sind. Aber ein Blick auf die Paten sagt mir, die wandern mit ihrer Hiphop- Nummer irgendwie bis ins Finale.

Finn und Jonas, die find ich auch spannend. Da wird ein bisschen mit den Stilrichtungen gespielt, Die Nummer ist irgendwie cool aber auf Ibizza kriegen sie das Lied nicht rund.
Ibizza

Patrik Ein Wiederholungstäter! Wenn er sich nicht all zu ungeschickt anstellt, reicht es diesmal fürs Finale! Wenn er gut mit dem Paten harmoniert, vielleicht sogar für den Sieg
Finale, Sieg

Luca So ein junger Altrocker! Schade, das der Text total stolpert und das Subway to Sally keine Paten sind. Ganz ganz vielleicht Ibizza, Auf jeden Fall aber ein klasse Typ. Komm auf jeden Fall nächstes Jahr wieder!
Ibizza

Elisabeth Hättest du mal Englisch gesungen! Dann würde der Zuhörer nicht so beschämt sein, weil er deinen deepen Text nicht versteht. Dass die Nummer fast Richtung Schlager abgleitet, macht es am Ende auch nicht besser.
Fährt wieder nach Hause. Schade.

Ada Hui, da passen Foto und Steckbrief ja mal gar nicht zusammen. Und die Lieblingsmusik kenn ich gar nicht.
Eindeutig Finale

Dario Och nö, Dance. Vielleicht gar nicht mal schlecht! Aber passt dieses Jahr nicht
fährt nach Hause

Adrian Ach bitte nicht wieder so eine "lustige" Nummer! Auch nicht, wenns für Mutti ist! Komm nächstes Jahr wieder!
Fährt nach Hause

Cassandra Mae Da denkste grad noch "ja ja der Blindenbonus" und dann macht sie den Mund und das Herz auf und dann biste mal ganz schnell stumm!
Finale

Anna Das ist schwer... vermutlich eine tolle Stimme. Aber das Lied ist dann nichts besonderes, deshalb reicht es nicht ganz
Ibizza

Lu Oh jemine, was machen wir denn mit dir? Das Lied ist geil crossover aber überzeugt das die Jury? Wiederkommen, dafür bist du schon zu weit. Ach komm,
Finale.

Farzin Schade, ist nicht deine Zeit, dabei bist du echt echt.
fährt nach Hause

Antonia Da geht noch mal richtig die Post ab. Tolles Lied, dank des Paten tolles Finale, das wird am Ende knapp!
Finale, Sieg

Zusammengefasst:

fährt nach Hause
Josefine nach Hause
Elisabeth nach Hause
Dario Finale!
Adrian nach Hause
Farzin Finale!

Ibizza 
Mathis Finale!
Finn und Jonas Finale
Luca nach Hause
Anna nach Hause

Finale
Vanessa direkt Finale
Timtim und Solomon Ibizza
Ada Ibizza 
Cassandra Mae Finale!
Lu Ibizza

Sieg
Patrick Finale
Antonia SIEG!

Viel Glück allen!

Ergänzt um den tatsächlichen Ausgang

Samstag, 4. Februar 2017

Kellutour 17.1

Es ist mal wieder soweit. Seit einigen Jahren, sind es schon 5(?) haue ich ein bis zwei Mal im Jahr ab. Natürlich mit Vorbereitung, Vorankündigung und Erlaubnis vom Rest der Familie. Ich bin gern Familienvater. Wirklich. Ich bin gern Erzieher in einer Einrichtung mit 160 Kindern. Und Eltern. Und nicht ganz so vielen Mitarbeitern. Ich bin gern in meinem Stadtteil angekommen. Man kennt sich, die Leute kennen einen. Ich lade gern zu Spieleabenden ein, gehe gern auf welche und doch....

Bin ich da ein bisschen schräg? Ehrlicher als andere? Oder suchen sich die Anderen andere Auszeiten?

Egal, ich brauch ab und zu mal Ruhe von all den sozialen Verpflichtungen, all den Menschen, so lieb sie mir auch sind. Weg von all den Verpflichtungen, Terminen, Erwartungen anderer Leute, die es zu erfüllen gilt.



Für eine erfolgreiche Kellutour braucht es nicht viel, nur ein Gefühl. Das Gefühl, von Freitag nachmittag bis Sonntag mittag alles allein und unabhängig von Anderen, ohne Rücksicht auf Andere bestimmt zu haben. Ja, es ist Samstag und ich schreibe hier was an die Aussenwelt aber ich habe es bestimmt!

ICH BIN DER BESTIMMER!!

(kennt das noch jemand? egal)

Auf einer vergangenen Tour, ich glaub es war die erste nach Magdeburg hab ich es mal so formuliert: "Das Geile ist, wenn ich mich jetzt bis Sonntag mittag genau hier in den Wald setzen würde und absolut nichts tun würde, wäre ich dafür niemandem Rechenschaft schuldig."

Ich hab  schon mal versucht, meine Gedanken während einer Kellutour zu verbloggen. Kann man hier nachlesen. Die Posts im April 2014 sind von meiner 3-Länder-Tour (Dazu vielleicht weiter unten mehr)

Jedenfalls geht das Bestimmen schon Freitag los. Mit dem Einkauf. NEIN, der kann NICHT vorher passieren. Auch wenn es schade um die Zeit ist, das muss absolut lustbestimmt passieren. Da muss Bier ohne Blick aufs Preisschild in den Wagen wandern, Wurst (Rotwurst mit Senf oder Sachen mit viel Aspik), Käse (stinkend, mit allem möglichen drin), Kartoffelsalat, ekelige Fertigfrikadellen, Fladenbrot, Schafskäsecremes, Süß- oder Knabberkram, den mir zu Hause die Kinder wegfressen würden, Cola, Fanta, Sprite..... Man muss auch gönnen können. Im Zweifel sich selbst.



Zugegeben, das Foto ist eher ein Symbolbild, entstanden nach meiner gestrigen Eskalation in einem Fabrikverkauf einer großen Salatmarke im Nachbardorf. Ja, die mit den dicken Dingern. Also... ach egal.

Nach dem Einkaufen wird das Quartier bezogen. Und die wochenlange Planung für den Samstag über den den Haufen geworfen. Weil ich es kann. Weil ich es niemandem erklären oder begründen muss. Herrlich!

Wenn es sich ergibt, stehen Freitags auch gern schon die ersten Kilometer an.

Samstag ist dann Hauptevent. Wandern, wandern, wandern. Und ein paar Dosen einsammeln. Ja, ich suche die Route anhand der Geocaches auf der Strecke aus, aber viel wichtiger sind die Kilometer zwischen den Dosen. Die Gedanken, oder Nichtgedanken, die Natur, die Stille oder das Geräusch des Waldes, eines Flusses, egal, Natur, Luft Weite, Höhe, Tiefe, Zeit, Zeit, Zeit

Da ich auf solchen Touren meist Samstags aus dem Bett falle und so ein Körper nur begrenzte Energie- und Verschleißreserven bietet, gestaltet sich der Samstag abend meist eher beschaulich, Egal, Muss ich niemandem erklären, warum ich mich auf nen Stuhl oder das Wohnwagensofa haue und... zum Beispiel...  blogge.

Am Sonntag kann ich ausschlafen. Tue ich nur meistens nicht. Leider. Also starte ich ganz langsam in den Tag und bin dann doch mittags meist mit allem durch und im Kopf schon auf dem Heimweg. Na denn, ab nach Hause! Ich freu mich dann auch drauf.


Doch genug der grauen Theorie! Herzlich Willkommen bei der Kellutour 17.1 (ja, ich plane noch eine weitere. Also ich plane noch keine, hoffe aber die Gelegenheit zu bekommen eine zu planen.)


Freitag
Am Freitag ist in diesem Jahr nicht viel passiert. Ich bin spät los und hab mir beim Einkaufen Zeit gelassen. Am Wohnwagen angekommen hab ich mich erstmal eingerichtet. Ja, ich habe meine Klamotten in den Schrank getan. Ich finde "aus dem Koffer leben" furchtbar. Das fand ich allerdings schon vor 12 Jahren, als ich noch als Betreuer auf Ferienfreizeiten fuhr. Wenn schon kein Einzelzimmer, dann wenigstens einen Schrank für mich. Ein bisschen Privatsphäre muss sein. Das ist wohl dieses "älter werden"

Ich hab meinen Chromestick eingepackt. Im Wohnwagen ist ein kleiner Fernseher und wenn man über den Netflix gucken könnte... Könnte man, wenn nicht die heimische Familie schon gucken würde. Na gut, die sind irgendwann im Bett. Dann schlägt meine große Stunde. Bis dahin eben im Netz rumgammeln und nochmal eine Ecke in die es mich morgen führen soll suchen.

Ah, das klingt interessant. Ein Earthcache mit mehreren Stationen, ein Multi, der offenbar auf der Strecke liegt und auf dem Weg dahin und zurück ein paar Tradis. Das klingt do- was? OOkay... Eingeweihte können die nächsten Abschnitte überspringen.

Geocaching. Also. Das man mittels GPS (Satellitenzeugs) jeden Punkt auf der Erde ziemlich genau bezeichnen und finden kann, sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Vor mehr als 10 Jahren begann man auf die Idee zu kommen, "Dosen" an allen möglichen und unmöglichen Ecken der Welt zu verstecken. Diese können verschiedene Größen haben. Gern werden diese vierflügeligen Lock- Dosen genommen, aber auch Munitionskisten, Filmdosen, Vogelhäuschen... Die meist zitierten "Tupperdosen" sind den meisten allerdings zu teuer und auf die Dauer auch nicht so dicht wie Lock- Dosen oder "PETlinge". Die heißen so, weil sie tatsächlich ursprünglich Rohlinge für PET- Flaschen waren. Könnt ihr alles googlen.

Jedenfalls notierte man die Koordinaten, also die GPS- Daten im Internet und andere versuchten aufgrund der Daten die Dose zu finden. Gelang ihnen das, nahmen sie die Dose nicht etwa mit nach Hause sondern verewigten sich in einem Logbuch, das im Inneren der Dose zu finden war. Sozusagen der Beweis, dass man wirklich da war. Anschließend prahlte man natürlich mit seinen Abenteuern im Internet.

So ist das noch heute, nur dass man heute kein teures GPS- Gerät mehr braucht, sondern das Ganze ziemlich passabel und genau auch mit einem Smartphone bewerkstelligen kann. GPS- Gerät ist natürlich viel cooler.

Über die Jahre sind noch verschiedene Arten von Caches entstanden, alle aufzuzählen würde hier zu weit führen, könnt ihr googlen. Aber heute hatte ich:

"Tradis", traditionelle Dosen. Man hat direkt die Koordinaten vom Versteck und muss da nur noch in einem Ungenauigkeitsradius suchen

"Multis", Multi- Chaches. Hier hat man meist nur die Koordinaten von der ersten Station. Hier muss man nach neuen Hinweisen suchen um irgendwann das "final", die Dose mit dem Logbuch zu finden. Das kommt dem Begriff der "digitalen Schnitzeljagd" der häufig verwendet wird am Nächsten. Eine andere Art der Multis wird auch gern "Zählcache" genannt. Hier sind häufig schon mehrere Stationen bekannt. Dort muss man dann Informationen suchen, aus denen sich die Position der finalen Dose berechnen lässt.

Earthcache, was ganz anderes. Hier gibt es nämlich gar keine Dose! Man wird im "listing", also der Erklärung zum Cache mit Unmengen von meist erdgeschichtlichem Wissen vollgestopft. Anschließend wird man anhand von Koordinaten zu einem oder mehreren Orten gelockt um hier Fragen zum Thema zu beantworten, die man nur beantworten kann, wenn man vor Ort war. Diese Fragen muss man dann online beantworten und darf erst auf das OK des "Versteckers" hin den Besuch online loggen. Hier ist ein Foto, natürlich ohne Hinweise auf die Lösung gern gesehen.

HALT

Hier gehts jetzt mit den Ereignissen des Tages weiter.

Jedenfalls hat die Familie dann irgendwann doch einen Netflix- Slot freigemacht und ich konnte endlich mal wieder ein bisschen Sherlock gucken.

Samstag

Mit Sherlock startete auch der Samstag. Im Bett. Im Bett mit einer Karlsbader Oblate und Sherlock. Weil ich es kann.Um 6:30 Uhr Ich hatte es ja geahnt.



Kurze Zeit später am Frühstückstisch ertappte ich mich dabei, dass mir Sherlocks Ende und Neuanfang sehr nahe ging. Überraschend waren die Ereignisse nicht, die Folgen sind nach den alten Fällen benannt, die Geschichte im Original also klar. Warum hatte ich also einen Kloß im Hals? War es die schauspielerische Leistung? Der kaum merkliche Gedanke an die Kindheit, in der ich all diese Fälle verschlungen habe? Oder einfach nur das Gefühl, an meinem Samstag in meinem Wohnwagen vor einem Berg Essen zu sitzen und meine Serie gucken zu können? Ich weiß es nicht und ich hatte nicht lange Lust zu grübeln, die Sonne lockte mich nach draußen.

Außerdem musste ich noch über etwas anderes grübeln. Mein Zeitmanagement. Dieser Samstag der vergeht mir immer viel zu schnell. Aber nur in Gedanken. In Wirklichkeit sind 7, 8 Stunden Laufen ja wohl mehr als genug, wenn ich um 10 loslaufe, bin ich trotzdem vor dem Abendbrot zu Hause. Warum also denke ich jedes mal morgens um 7, dass ich gar nicht alles schaffe, was ich mir für diesen Tag vornehme? Auch an diesem Wochenende bekomme ich keine Antwort darauf und finde auch selbst keine.

Kurz nach 9 geht es los. Meist höre ich keine Musik. Aber ich habe Kopfhörer auf. Ich mag mich täuschen, aber ich meine so besser auf die Welt zu hören. Ausserdem kommen so die Navigationsanweisungen von Locus am besten bei mir an. Die Richtung meines Weges und meine Schritte. Beruhigend monotone Begleiter.

Locus ist übrigens eine Navigations- und Trackaufzeichnungslösung mit der man auch cachen und ne ganze Menge anderes cooles Zeug machen kann, wenn man sich erstmal durch die Menus gefuchst hat. Jeden cent wert.



9:45
Ich laufe einem Jungen hinterher. Vielleicht 13, 14, 15. Er starrt auf sein Handy, keine Ahnung vielleicht spielt er Pokemon, vielleicht auch nicht, er ist jedenfalls sehr beschäftigt damit. Ich habe irgendwie das Gefühl, mir selbst hinterher zu laufen. Das fänd ich unangenehm. Deshalb verlangsame ich meinen Schritt, lass ihm einen Vorsprung. Warum er sich so ähnlich anfühlt, weiß ich nicht. Die langweiligen Klamotten, das weltvergessene Beschäftigtsein, keine Ahnug.
Ich beschließe, erstmal jeden Gedanken, der mir auf meinem Weg kommt aufzuschreiben. Ob ich am Ende alles hier veröffentliche, kann ich dann immer noch entscheiden



9:53 Der Weg durch die Stadt nervt mich schon. Ich will an die Landstraße, in den Wald, will unsichtbar sein und die alltägliche Welt nicht mehr sehen.

9:55 Ich sehe die Grundschule des Ortes und stelle fest, dass ich auch dieses Jahr vergessen habe, die tolle Idee zu kopieren, jedes Fenster der Schule als ein Adventskalendertürchen zu gestalten. Habe ich hier vor Jahren gesehen und nehme es mir jedes Jahr aufs Neue vor.

10:04 Ich werde heute lange laufen. Ausdauernd laufen. Ausdauer hatte ich schon immer. Ausdauer braucht Zeit.Ja, Ausdauer hatte ich schon immer in vielem. Ausdauer aber keine Geduld. Warum nicht? Wo ist der Unterschied?

10:06 The World is our playground. Mir begegnens sie alle. Die Cacher, die Pokemon- Spieler, Jogger, Walker und Mountainbiker. Wir spielen alle auf dem selben riesigen Spielplatz. Und niemand haut dem anderen die Schippe über den Kopp. Wir könnten soviel für uns, von uns lernen.



Die ersten zwei Dosen. eine recht frech versteckt. Einfach etwas angebaut, als wäre es das normalste der Welt. Den Rucksack auf meinem Rücken merke ich nicht. Das ist gut, ich werde ihn noch eine Weile tragen müssen und habe nicht vor, so schnell eine Rast einzulegen um ihn leichter zu machen.





10:46 Ich laufe unterhalb des Waldes, durch den meine Tour führt. Wo hat mich meine Tour eigentlich schon hingeführt? Bekomme ich es noch zusammen?

Zwei mal in die Nähe von Magdeburg. Megaphone, ein Event mit Geocachern auf einem Naturcampingplatz. War schön da und doch bin ich meist gewandert. Da brauch ich kein Event drum herum.

meine 3-Länder-Tour an die Mosel und nach Franken! Ich weiß gar nicht mehr, wie viele (Bundes-)Länder ich am Ende becacht habe. Nie war mir jedoch der europäische Gedanke näher, Präsenter als bei meiner Wanderung in und um Schengen.

Schwerin! Das Abschiedsevent vom Dosenfischer- Podcast, 35 km auf dem Klapprad!

Und letztes Jahr der Habichtswald. Mit der Planeten- Runde und den zwei Burgruinen!

Und immer wieder, wie auch dieses Mal,  Bad Rothenfelde. Fühlt sich mittlerweile an, wie ein zweites Zuhause

11:10 Meine Güte ist das warm! Ich nähere mich einer Bank. Die dicke Jacke unter der Weste ausziehen und vielleicht was essen und trinken. Unheilvoll ist in nicht all zu weiter Ferne Kettensägenknattern zu hören. Da! In dem Waldstück direkt vor mir kracht ein Baum auf den Waldboden. Und was ist das? MIST! Ich hab meine Tasche offenbar mitten in eine Gruppe von Zecken gestellt. Oder was ist das? Sind die überhaupt schon aktiv? Ja, sind sie, werde ich später erfahren.



11:39 "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche" Der Osterspaziergang kommt mir in den Sinn auch wenn ich weiß, dass es Anfang Januar noch reichlich früh dafür ist. Aber sag das mal den Zecken!

Auf dem Parallel- Weg läuft eine Wandergruppe. 10, 12, 15 Leute! Alle am quatschen! Ja gibt es denn hier keine Kneipe wo die einkehren können und mich in Ruhe lassen mit ihrem Gequassel? Und da ist es auch wieder, das unverkennbare Klackern von Laufstöcken. Orr, das ist mein schönes Wetter! Haut alle ab! Naja... the world is our playground...





Ich will ein paar Fotos vertwittern aber hier oben auf dem Berg gibts nur edge. Auch irgendwie seltsam.

12:51 Ein Cache erzählt mir die Geschichte eines Piloten, der während eines Absturzes nicht den Schleudersitz nutzte sondern mit der Maschine in ein Waldstück krachte, damit sie nicht über dem Ort abstürzt. Ein Gedenkstein erinnert an ihn. Er beeindruckt mich. Und die schwarze Fläche auf der Wiese wo er runtergekommen ist. Aber wird hier immer wieder was neues angezündet oder bleibt die Fläche schon seit 30 Jahren so öde? Mystisch.

13:25 Ich lerne viel während des Earthcaches. Was ich davon behalte weiß ich noch nicht. Aber sicher genug, um vor meinen Enkeln mal mit unnützem Wissen zu glänzen. Und die werden die Augen verdrehen und ahnen, woher es die Mama oder der Papa haben.

14:25 Der Weg führt mich vorbei an eine Fracking- Probebohrung. Ist aber schon Jahre her. Gäbe es hier keine Schautafel und keine Dose, hätte ich es nicht gewusst. So denke ich darüber nach, wie wir Menschen oft nicht zum Guten die Welt verändern.

14:30 Ich denke nicht an die Arbeit. Den ganzen Tag schon nicht. Also jetzt schon. seit dem ich daran gedacht habe, dass ich nicht an die Arbeit gedacht habe, denke ich an die Arbeit. Ich muss unweigerlich an Douglas Adams denken. An seine Theorie dass wir fliegen könnten, wenn wir nur in der Lage wären, während des Fallens nicht darüber nachzudenken und nicht daran zu denken, dass wir gleich aufschlagen würden.







16:00 Die Dosen sind gesucht, der Rucksack fängt an zu drücken Ich bin auf dem Rückweg, möchte eigentlich keine Umwege mehr aber den höchsten Punkt des Berges durch den ich gegangen bin, satte 208 Meter hoch, den will ich noch mitnehmen. Und dann steht da ein Turm. Ein 23 Meter hoher Turm. Naja, Wenn ich schon mal hier bin.... wäre ich ja schön doof, wenn ich nicht hochgehen würde. Also schließe ich mich einer Großfamilie an und steige nach oben. Und ich werde nicht enttäuscht. Die Familie erfüllt jedes Klischee, nur wie die Kinder hießen hab ich nicht herausbekommen können. Und die Aussicht! Herrlich. Ich kenne mich offenbar schon so gut aus, dass ich mich schnell zurecht finde und durchs Fernglas fast den Wohnwagen erkennen kann. Leider werden die Fotos trotz Halterung nicht so gut. Naja, die Erinnerung zählt.

Mittlerweile habe ich Musik auf den Ohren. Läuft sich doch deutlich beschwingter. Und ein bisschen Schwung kann ich gut gebrauchen. Und- haltet von ihnen was ihr wollt aber das Gitarrenriff von "Mit dir chilln" passt grad ganz hervorragend.




16:10 Ich laufe zielstrebig auf eine letzte Dose zu und beschleunige meine Schritte. Aber wie ist das eigentlich bei diesen Wanderungen? Laufe ich so energisch vor etwas weg? Oder auf etwas zu? Ich wünsche mir, dass es das Zweite ist, auch wenn ich nicht erkenne, wohin mich der Weg führt.

...

Und jetzt ist es bald Mitternacht und ich warte immer noch auf die Freigabe für den Cache. Mist. Muss ich alle Fund- Logs morgen nochmal schreiben. Naja, vielleicht achte ich ja doch nicht auf die Reihenfolge.



Zwingt mich ja keiner,
is ja nicht Pflicht ist ja immerhin
Mein Spiel, mein Spiel...

Gesuchte Caches:

https://coord.info/GC6PQF6
https://coord.info/GC6RJHC
https://coord.info/GC1R507
https://coord.info/GC2DARF
https://coord.info/GC5MJ26
https://coord.info/GC5FHJC

Weitere Bilder und Gedanken bei Twitter.

Samstag, 28. Januar 2017

Es träumte mir.

Normalerweise erinnere ich mich nur an Bruchstücke eines Traumes doch Anfang der Woche wollte mir mein Unterbewusstsein wohl ganz deutlich was sagen. Hab ich aber nicht verstanden.

Ich war neuer Schüler an einer weiterführenden Schule. Vermutlich ein Gymnasium. Es lag dicht an einem Bahnhof oder ähnlichem. Ich irrte teils verwinkelte teils schnurgerade Gänge entlang auf der Suche nach meinem Klassenraum.
Es war offenbar der erste Schultag und der war wie ein Tag der Offenen Tür gestaltet. Am Anfang lief ich einer netten Gruppe Schülern hinterher, die sich besser auszukennen schienen. Allerdings haben mich die offenen Türen links und rechts so abgelenkt, dass ich ich die Truppe verlor.
In einem Raum erklärte ein Hausmeister unter dem Gejohle begeisterter Zuschauer die korrekte Handhabung eines Pömpels (Knutschpfropfens, rotes Kloding oder wie immer das vor eurer Haustür heißen mag). Er benutzte dazu allerdings kein Gummiteil am Holzstab sondern einen Menschen in rotem Kostüm.
Auf meiner Irrfahrt kam ich auch durch die Mensa. Die entpuppte sich allerdings als ein Restaurant gehobener Klasse, das sich über mehrere Ebenen erstreckte.
Von hier kam ich in den Innenhof, der allerdings eher einem verfallenen Bauernhof als einer Pausengelegenheit glich.
Die Häuser des Gehöftes waren allerdings von alten, sehr alten pflegebedürftigen Menschen bewohnt, also eine Art Hospitz.
Aus den Augenwinkeln sah ich einen Teenager von einem Haus zum anderen flitzen, das Mädchen war allerdings eher gekleidet wie in den 70ern
Wieder im Inneren des Gebäudes stolperte ich fast über einen Lehrer mit einem Stapel Heften im Arm. Er war auf dem Weg zu einem Vortrag über schwierige Schüler, den er halten würde. Das dürfe aber niemand wissen.
Von hier an verschwimmt der Traum im allmählichen Grau des Erwachens.

Den Rest der Woche träumte ich immer wieder von einer Schule. Jetzt war ich aber Grundschüler, konfrontiert mit der alten Gefühlswelt in der man lebt, wenn man zwar gut in der Schule aber nicht im wahrnehmbaren Mittelpunkt der Klasse steht.


Donnerstag, 1. Dezember 2016

Eselsbrücke

Heute kam die liebe Tochter stolz zu mir und präsentierte mir ihre großartige Idee. Sie habe den perfekten Spickzettel erfunden. Warum er perfekt wäre? Weil niemand ausser ihr wisse, dass es ein Spickzettel ist! Sie werde ihn einfach offen auf dem Tisch liegen lassen ohne dass es jemanden stört.

Hier ist er:



Ja... so habe ich auch geguckt. Aber was sie mir dann erklärte, war schon fast genial:
Dieses Bauwerk hilft bei der Prozentrechnung. Wie? Das versuche ich jetzt zu erklären. Da ich noch mit Dreisatz und nicht mit Stiften gelernt habe, fehlt hier ein Zwischenschritt, den die Kinder heute scheinbar als gegeben weglassen dürfen.
Also wir nehmen mal folgendes an:

lila sei W, der Prozentwert
grün sei G, der Grundwert und
braun sei P, der Prozentsatz

Ausserdem brauchen wir noch den geheimen Geheimdingens "x/100" (das ist der Teil, den die einfach weglassen bzw. als gegeben annehmen)

Und nun kann man lustig losrechnen
Nehmen wir an, 80 Kinder fahren zur Schule, das sind 40% der Kinder. Wie viele Kinder sind in der Schule? Ich habe
Prozentwert (lila) 80 und
Prozentsatz (braun) 40%

Mir fehlt der Grundwert (grün), deshalb halte ich den grünen Stift zu. Was bleibt? Genau!

lila
-----
braun

Jetzt noch die Geheimzutat und ich habe
80/0,4

Weil das doof ist, erweitern wir mit 10 und haben
800/4= 200!
200 Schüler sind an der Schule.

Na? Dämmerts?

Andersrum!

200 Schüler sind an der Schule, es fahren 40%
Da mir der Prozentwert fehlt, halte ich lila zu und erhalte
grün mal braun!
wieder Geheimpulver drüber:
200 x 0,4 = 80!

Unter hysterischem Lachen ein letzter Test!

200 Schüler, 80 fahren Rad, wieviel Prozent sind das?
uns fehlt der Prozentsatz also decken wir braun zu und was bleibt? Richtig!
lila
-----
grün
*Streu streu*

80/ 2 = 40
40
VIERZIG!

HAHAHAHAAAAA Die Welt gehört mir!

Ok, meiner Tochter.

Freitag, 11. November 2016

Was ist Twitter? Meine persöniche Selbstbeweihräucherung und eine Massen- Nonmention

Ja, ich weiß, es gibt schon zahlreiche Sichtweisen, was Twitter ist, wann man es durchgespielt hat oder was irgendwelche Gesetze wollen. Aber eben nicht von mir.

Als ich mich 2009 bei Twitter registrierte, hielt ich Twitter für einen Kurznachrichtendienst.
So etwas wie eine Lokalzeitung, nur viel schneller. So folgte ich zunächst mehr oder weniger offiziellen Quellen aus der Nachbarschaft, ein wenig Verwandschaft und den bekannten Größen meines Hobbys.



Ich wollte natürlich nicht nur konsumieren, deshalb folgte im November mein erster Top- Tweet.

Damit man den Witz versteht sei angemerkt, dass dieser bis zum heutigen Tage keine markierte Beachtung gefunden hat. Kann sich ja nach Redaktionsschluss geändert haben.

So richtig sprang der Funke aber nicht über. Wem folgen denn die? Aha... ein bisschen Prominenz aus Film und Fernsehen zog in meine Timeline und die Erkenntnis, dass Twitter etwas anderes sein könnte. Damen und Herren und manchmal war ich mir nicht sicher, gnadenlose Einblicke in die Realität anderer aber auch das mehr oder weniger schillernde Leben von Kunsfiguren, alltägliches, auf den ersten Blick Banales in 140 Zeichen, im Vorbeigehen aufgeschnappt. Twitter wurde zur Stammkneipe.



Hier und da schnappte ich etwas auf, wollte verweilen, mehr erfahren oder mir ganz schnell die Ohren zuhalten.
Hatte übrigens immer noch keinen interessiert.

Manchmal stand man sich auch mit Rat und Tat zur Seite...



... und gab ungefragt Kulturtipps. (damals noch ohne hashtag)

In dieser Stammkneipe gab es- jedenfalls in meiner Phantasie auch eine kleine Bühne wo mehr oder weniger begnadete Wortakrobaten ihre poiniterten Meinungen zum Besten gaben.


Ich habe mich köstlich amüsiert, mich beachtete jedoch scheinbar niemand.

 Ein ganzes Jahr las ich nur mit oder schaute gar nicht in dieses Universum, das sich mir einfach nicht erschließen wollte.

Eine neue Gruppe von Menschen hielt  in meine Timeline Einzug. Leute, die im weitesten Sinne aus meinem Berufsfeld kamen, und solche, die scheinbar eine ähnliche Lebenswelt wie ich hatten.
Plötzlich fühlte ich mich verstanden, ohne ein Wort gesagt zu haben. Andere fühlten genau wie ich, mit den verrücktesten Gefühlen war ich nicht mehr allein.



...und viele weitere. Alles #ff aus tiefstem Herzen


Und auch meinen allerersten Stern konnte ich ergattern!


Andere Tweets zündeten nur in meinem Kopf


Ich merkte, wie hilfreich es sein kann, Sachen einfach mal aus dem Kopf zu bekommen. Mit oder ohne Sternen/ Herzen. Natürlich wäre es gelogen, wenn ich behaupten würde, die ersten 25er wären mir letztes Jahr egal gewesen. Oder der erste 100er in diesem Jahr. Aber die andere Seite wurde noch viel wichtiger an Twitter:

Ich freute mich über das Auftauchen bestimmer Profilbilder, egal welcher Text dahinter kam, ich begann mit mir völlig Unbekannten Menschen zu lachen und zu leiden, zu fragen und zu antworten, sah Beziehungen entstehen und zerfallen, Menschen am Boden zerbersten und- meist- doch wieder aufstehen.
Ich begann, psychische Krankheiten besser zu verstehen, weil Betroffene den Mut hatten offen darüber zu sprechen und merkte wie oft man selbst auf dem schmalen Grat steht.

Twitter war nicht mehr nur Lokalzeitung und Stammkneipe, nicht nur Standup- Bühne und Lehrerzimmer, nicht nur Vätergruppe und Familientherapie, nicht nur Nachbarschaftsfest und Hobbykeller,

Twitter war- ist viel mehr als das alles zusammen. Twitter, das sind die liebgewonnenen mehr oder weniger verrückten aus meiner Hosentasche.

Danke dafür!

PS. In ein paar Tagen spiele ich dann das nächste Level frei und treffe mich mit ein paar von ihnen.